Die diagnostische Durchführung eines speziellen Krebsvorsorgeabstrichs, der sogenannten Dünnschichtzytologie, erhöht die Chance der Früherkennung eines Gebärmutterhalskrebses um ca. 18 % und bietet damit die Möglichkeit einer frühzeitigeren Behandlung, im Zweifel auch im Fall einer erst beginnenden Krebserkrankung. Diese spezielle Untersuchung ist eine IGEL-Leistung, die in vielen europäischen Ländern und auch den USA allerdings bereits zu den Standarduntersuchungen gehört.
Eine weitere Erhöhung der Sicherheit im Rahmen der Gebärmutterhalskrebsvorsorge kann mit einem speziellen Abstrich zum Ausschluss einer HPV-Infektion erreicht werden. Diese Untersuchung im Rahmen der IGEL-Leistungen ist besonders wichtig, weil HPV-Viren bereits in jungen Jahren nicht nur ungefährliche Feigwarzen, unter anderem im Genitalbereich, sondern auch Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Eine weitere sinnvolle Ergänzung der Krebsvorsorge im Rahmen der IGEL-Leistungen stellt der kombinierte immunologisch-enzymatische Stuhltest dar, durch den bei Darmkrebs schon in einem sehr frühen Stadium ein Hinweis hierauf erfolgen kann.
Durch ein anderes immunologisches Urin-Testverfahren kann Harnblasenkrebs, dessen Symptome sich regelmäßig erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium bemerkbar machen, bereits im Frühstadium erkannt werden. Besonders harnblasenkrebsgefährdet sind Raucherinnen und Personen, die oft Kontakt mit bestimmten chemischen Stoffen haben, so etwa berufsbedingt Hairstylistinnen, weshalb gerade für diese Frauen diese IGEL-Leistung besonders wichtig ist.